3D Modellierung Gesicht in Blender
Gesichtsmodell Wireframe

Die Sache mit den Proportionen.

Ich wollte schon immer ein Gesicht in Blender 3D erstellen, aber habe mich irgendwie immer davor gescheut, weil ich dachte, es wäre zu schwer. Letztendlich sind Proportionen im Gesicht sehr wichtig, und wenn eine Sache nicht genau an der Stelle ist, wo sie sein sollte, sieht das ganze Gesicht direkt falsch aus. Deswegen habe ich genau das gemacht, auf was ich überhaupt keine Lust hatte, um meine Skills zu erweitern.

Am Anfang war da nur ein Cube. Ein einfacher, langweiliger Würfel. Daraus ein Gesicht zu formen, das nicht wie eine Kartoffel aussieht, das war die Herausforderung.

Vertices verschieben bis die Augen brennen.

Meine größte Schwierigkeit war die Symmetrie. Jede kleine Veränderung auf der einen Seite musste perfekt gespiegelt werden, sonst sah das Gesicht aus wie nach einem schlechten Wochenende. Stundenlang habe ich an den Wangenknochen gearbeitet, an der Nasenform, an der Kieferlinie. Immer wieder zoomen, drehen, anpassen. Subdivision Modifier rauf, runter, wieder rauf. Jeder Vertex wurde zum Feind und gleichzeitig zum besten Freund.

Sculpting Details
„Wenn ein Auge auch nur zwei Pixel zu weit links sitzt, sieht man plötzlich zwei verschiedene Menschen.”

Das Sculpting war meditativ und frustrierend zugleich. Kleine Details machen den Unterschied zwischen realistisch und gruselig. Falten, Poren, die richtige Krümmung der Lippen. Alles musste stimmen, sonst landete ich direkt im Uncanny Valley.

Finales Rendering

Am Ende steht ein Gesicht.

Das Ergebnis ist nicht perfekt, aber es ist meins. Ein Gesicht, das aus Polygonen besteht, aber trotzdem irgendwie lebt. Ich habe gelernt, dass es bei solchen Projekten nicht darum geht, sofort Perfektion zu erreichen. Es geht darum, sich der Sache zu stellen, die einem am meisten Angst macht, und einfach anzufangen.

Würde ich es wieder machen? Definitiv. Beim nächsten Mal vielleicht mit weniger Verzweiflung und mehr Plan. Aber genau diese Verzweiflung hat mich auch weitergebracht. Manchmal muss man durch den Schmerz, um auf der anderen Seite rauszukommen.